Geänderter Termin für den ersten Eltern- und Ausbildersprechtag

Der Eltern- und Ausbildersprechtag im ersten Halbjahr findet am 5. Dezember 2018 statt.

Bericht über unsere Gedenkveranstaltung zum 75. Todestag unseres Namensgebers Leo Statz in der Rheinischen Post

Die Rheinische Post berichtete am 6. November 2018 über unsere Gedenkveranstaltung zum 75. Todestag von Leo Statz, dem Namensgeber des Leo-Statz-Berufskollegs.

Den kompletten Artikel finden Sie »hier.

Gedenkfeier zum 75. Todestag von Leo Statz

Am Mittwoch, dem 31. Oktober 2018, gedachten wir unserem Namensgeber Leo Statz anlässlich seines 75. Todestages.

Im Andenken an das Vermächtnis von Leo Statz als Düsseldorfer Bürger, Karnevalist und Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ehrten wir ihn und sein Erbe mit einem umfangreichen Programm.

Nach der Eröffnung durch Dr. Uwe Kleinert, der an der Namensgebung 1998 mitgewirkt hat, erinnerte der Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus in einem Grußwort an die Notwendigkeit von Mut und Courage im Einsatz für Demokratie und Menschlichkeit. Dr. Tilman Pünder (rechts im Bild), ein Neffe von Leo Statz, bereicherte die Veranstaltung mit persönlichen Erzählungen über seinen Onkel. Dirk Jehle vom Verein der „Bilker Heimatfreunde“ fokussierte seinen Redebeitrag auf den fröhlichen Karnevalisten Leo Statz. Frau Hildegard Düsing-Krems vom Verein „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ unterstrich die Bedeutung von Hilfsbereitschaft und Solidarität in unserer heutigen Gesellschaft und klagte den aus ihrer Sicht zunehmenden Rassismus gegen Andersdenkende an. Gleichzeitig stellte sie die couragierte Arbeit unserer Schule im Bereich der Menschenrechte heraus. Unsere Schülersprecherin Ikram Yatouhi betonte den Vorbildcharakter von Leo Statz für die jetztige Schülergeneration. Schulleiter Andreas Ratzmann stellte sich die Frage, wie sich unser Namensgeber heute als Schüler darstellen würde und war sich sicher, dass dieser mündige, selbstbewusste und eben nicht angepasste Mensch an unserer Schule bestens aufgehoben wäre.

Neben diesen kurzweiligen Redebeiträgen der geladenen Gäste bereicherten die Schülerinnen und Schüler die Gedenkfeier in besonderer Art und Weise. In emotionalen Theaterszenen wurden die letzte Briefe von Leo Statz sowie das anschließende Todesurteil von einer internationalen Förderklasse des Berufskollegs interpretiert. In mehreren Videoprojekten wurden das Erbe und die Bedeutung von Leo Statz für unsere Stadt und unser Land in der Gegenwart, d.h. vor dem Hinblick aktueller gesellschaftlicher Umbrüche, betrachtet. Einen feierlichen Moment der Veranstaltung bildete ein gemeinschaftlich gesungenes Lied von Leo Statz („Duze Duze Duze“). In einem abschließenden Rundgang durch eine von Schülerinnen und Schülern vorbereitete Ausstellung zum Leben und Wirken des Namensgebers begegneten sich Schüler, Gäste und Lehrer in einem persönlichen Austausch.

Leo Statz ist eines der bekanntesten Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Düsseldorf. Aber nicht, weil er aktiven Widerstand geleistet hat. Sondern, weil er als populärer Vertreter des rheinischen Brauchtums eine gewisse Unabhängigkeit gewahrt hat und deshalb für die Machthaber in Düsseldorf nicht mehr tragbar war. Als politisch aktiver Katholik stand er dem Nationalsozialismus äußerst kritisch gegenüber und gehörte keiner Gliederung der Partei an. Auch seine Karnevalslieder galten als Spitze gegen das Naziregime. Das Lied „Duze, Duze, Duze“ galt als Verunglimpfung des freundschaftliches Verhältnisses von Hitler zum italienischen Diktator Mussolini. Die Geheime Staatspolizei notierte 1939, Leo Statz hätte „bisher nichts getan, was erkennen lässt, dass er sich dem nationalsozialistischen Staat gegenüber irgendwie verpflichte fühlt.“. Leo Statz habe anlässlich einer Betriebsversammlung „am Tage der nationalen Arbeit, am Schluss nicht mit Sieg Heil auf den Führer sondern „Sieg Heil auf unser geliebtes Vaterland“ gegrüßt. Leo Statz gehörte zu den wenigen im Land, die es ablehnten, sich gleichzuschalten und sich den Mund verbieten zu lassen. Dabei war er sich bewusst, dass sein mutiges Eintreten für Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit nicht weit verbreitet war. Seine Courage bezahlte er am 1. November 1943 mit dem Tode.

Unsere Schule will mit dem heutigen Tag dazu beitragen, das Gedenken an Leo Statz wachzuhalten. Wir erinnern dabei besonders an seine Heiterkeit, seine Unangepasstheit, seinen Mut.

iPad-Projekt des Bildungsganges Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (KVF) trägt Früchte

Gemeinsam mit unserem Schulleiter Andreas Ratzmann, zwei Kolleginnen und einem Kollegen des Bildungsganges KVF sowie Vertretern unserer dualen Partner und deren Auszubildenden (Ergo-, Provinzial Rheinland- und Talanx-Versicherung) durften wir am 27. September 2018 den InnoWard 2018 auf dem Bildungskongress der deutschen Versicherungswirtschaft entgegennehmen.

Dieser Preis wurde uns in der Kategorie „Innovative Projekte in der Erstausbildung“ verliehen. Die Jury lobte insbesondere die Nachhaltigkeit des Projektes, das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen sowie die Agilität aller Beteiligten.

Leo Statz-Berufskolleg überreicht 1.000 EURO an neues Kinderhilfsprojekt Layri Girls‘ Cafe

Seit 2001 hat das Leo-Statz-Berufskolleg das Kinderhilfsprojekt krousar thmey in Kambodscha unterstützt und damit Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße lebten, ein „Neues Zuhause“ und Bildungschancen ermöglicht. Nun steht das Projekt auf eigenen Beinen und braucht keine Hilfe von außen mehr. Das ist auch Ziel unseres Projektpartners terre des hommes, dass Hilfsprojekte nur solange unterstützt werden, bis sie sich in der Region etabliert haben.

Terre des hommes hat uns nun ein neues Hilfsprojekt in Pakistan vorgeschlagen: Junge Leute gründeten im Stadtteil Lyari der pakistanischen Metropole Karachi eine Anlaufstelle für Kinder, die unter den gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Straßengangs litten.

Auf unserer letzten Abschlussfeier der Höheren Handelsschule berichtete der Vertreter von terre des hommes Herbert Kalter von dem schwierigen Alltag der Kinder in der größten Stadt Pakistans. Im Rahmen des fast zehnjährigen Konfliktes im Stadtteil Lyari starben mehr als 2000 Anwohner durch direkte Angriffe oder wahllose Tötungen, viele Kinder des Viertels haben so Eltern oder Verwandte verloren und durften Wohnungen nicht mehr verlassen. Somit haben viele Kinder in dieser langen Zeit keine Schule besuchen können und keinen geregelten Alltag gehabt, vor allem Mädchen waren davon sehr stark betroffen.

Die Hilfsorganisation terre des hommes hat mit dem lokalen Partner ARADO Möglichkeiten für Kinder geschaffen, Sport zu treiben und so ihre erlebten Traumata zu verarbeiten. Gleichzeitig baut ARADO im Konflikt zerstörte Schulen wieder auf, um die Rückkehr in die Schule zu ermöglichen. Besonders unter dem Konflikt gelitten haben die jungen Frauen und Mädchen des Viertels, da besonders ihnen verboten wurde die Häuser zu verlassen. Somit sind genau diese Frauen und Mädchen besonders bedürftig eine Chance zu erhalten sich an einem sicheren Ort auszutauschen und weiterbilden zu können.

Zusammen mit ARADO hat terre des hommes deshalb ein Jugendzentrum, das „Lyari Girls‘ Cafe“ geschaffen, das Englisch- und Computerkurse speziell für Mädchen anbietet. Natürlich werden die Mädchen genau wie die Jungen in die Freizeit und Sportprogramme eingebunden. Selbstverteidigung gehört auch zum Programm. Die Mädchen wollen Boxen lernen. „Wir wollen stark sein“ sagen sie, „damit wir zukünftig der Gewalt nicht mehr wehrlos ausgesetzt sind. Wir wollen keine Angst mehr haben.“

Mittlerweile ist das Lyari Girls‘ Cafe bekannt für seine erfolgreiche Arbeit. Und unsere Schule diese Arbeit unterstützen. Deshalb haben wir terre des hommes auf der Abschlussfeier der Höheren Handelsschule am 29. Juni 2018 wieder einen Scheck von 1.000 EURO überreicht.

10 Jahre „Personaldienstleistungskaufleute“ am Leo-Statz-Berufskolleg

Die Berufs- und Arbeitswelt entwickelt sich stetig weiter. Um den vielfältigen Veränderungen gerecht zu werden, ändern sich auch die Ausbildungsberufe und es entstehen neue. So wurde vor 10 Jahren der Beruf der/des „»Personaldienstleistungskauffrau/-kaufmann“ neu geschaffen.

Wir haben zusammen mit zahlreichen anderen beteiligten Schulen in NRW, der IHK, den Berufsverbänden und Ausbildungsbetrieben nach den Vorgaben der Lehrpläne sinnvolle didaktische Planungen und Handreichungen für diesen modernen Ausbildungsberuf entwickelt. Leitlinien für die Unterrichtskonzepte sind betriebliche Kernhandlungen, wie z. B. Personaleinstellung und -betreuung, Konfliktmanagement sowie Kundenakquise.

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Handelsschule International und Modellprojekt 18/25 – Erfolgsmodelle der besonderen Art

Die Arbeit mit internationalen Jugendlichen hat mittlerweile gute, mehrjährige Tradition am Leo-Statz-Berufskolleg. Und dennoch gibt es in diesem Schuljahr besonderen Anlass, einmal genauer hinzuschauen.

20 von 22 Schülerinnen und Schülern der Klasse HS4 haben mit dem Ende dieses Schuljahres den Mittleren Schulabschluss erworben. Besonders erwähnenswert ist dieser Umstand, weil die allermeisten dieser Jugendlichen noch vor drei Jahren eine Internationale Förderklasse (IFK) besuchten und der deutschen Sprache nicht mächtig waren.

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Unsere Absolventen der Höheren Handelsschule und der kaufmännischen Assistenten 2018

Wir gratulieren unseren diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Bildungsgänge „Höhere Handelsschule“ und „kaufmännischen Assistenten für Informationsverarbeitung“ und wünschen ihnen alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Quelle: Rheinische Post